Erzeugung von Solarstrom in öffentlicher Straßeninfrastruktur

  Symbolbild Solarstraße Urheberrecht: SolaRoad BV   Interreg Logo

Im Interreg-EMR-Projekt „Rolling Solar“ arbeiten sieben Forschungseinrichtungen und dreizehn Unternehmen an der Entwicklung und Demonstration von PV-integrierten Straßenelementen und Straßeninfrastrukturen, um Strom aus Sonnenlicht ohne zusätzlichen Flächenverbrauch zu erzeugen und dabei die Technologie unauffällig zu verstecken.

Mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union wird untersucht und gezeigt, wie die Integration von Photovoltaik in die öffentliche Straßeninfrastruktur wirtschaftlich gestaltet werden kann, um dauerhafte Energie zu erzeugen, ohne die Hauptfunktionen des Verkehrs zu beeinträchtigen. Die RWTH Aachen University ist Partner von Rolling Solar.

 

Rolling Solar

Teststand Lärmschutzwand Urheberrecht: Soltech NV

Deutschland, Belgien und die Niederlande sind durch insgesamt 1 Million Kilometer Straßen verbunden. Dies stellt eine riesige bebaute Fläche dar, die für die Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden kann, indem Solarzellenmaterialien in Straßenbeläge und Straßeninfrastruktur integriert werden. In den letzten Jahren wurden bereits vielversprechende Demonstratoren realisiert, bei denen kristalline Solarzellen in Fahrradwege, Straßen und in eine Vielzahl von Lärmschutzwänden eingebaut werden. Die Kosten solcher Systeme sind jedoch immer noch hoch und die Zuverlässigkeit muss verbessert werden. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Kosten durch den Einsatz flexibler Dünnschichtsolarzellen und durch eine effektivere und zuverlässigere Integration der Solarzellen zu senken. Partner entlang der Wertschöpfungskette von der PV-Produktion bis zur Installation und Netzanbindung erkunden und demonstrieren innovative Ansätze in enger Zusammenarbeit mit regionalen Forschungsinstituten. Außerdem ist eine Bestandsaufnahme und ein Austausch über Regionalpolitik, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Bau- und Sicherheitsvorschriften für die Stromerzeugung in öffentlichen Infrastrukturen vorgesehen.

 

Ein Innovationsmodell für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit

TNO ist einer der Partner des öffentlichen Forschungsverbundes Solliance und der formelle Projektkoordinator. Neben den Solliance-Forschungspartnern ECN.TNO, imec, der Universität Hasselt (B) und dem FZ Jülich (D) beteiligen sich auch ZUYD (NL), RWTH Aachen (D) und HELMO (B). Dreizehn private Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette beteiligen sich als finanzierte Partner, während andere Unternehmen als Nutzer oder Lieferanten eingebunden sind. Acht öffentliche und private Akteure aus den drei Nationalitäten unterstützen das Projekt in einem Beirat. Eine vollständige Partnerliste finden Sie auf www.rollingsolar.eu .

 

Interreg

Fördergeber Logos

Das Projekt Rolling Solar wird im Rahmen des Interreg-Programms Euregio Maas Rijn (www.interregemr.eu) durchgeführt. Es wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert und auch von den Provinzen Nordbrabant (NL), Flämisch-Brabant und Limburg sowie Lüttich (B) und dem niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klima finanziell unterstützt.